Zwei Seelen in meiner Brust…
Februar 27th, 2007…mal ganz frei nach Goethe; ich liebe Griechenland und möchte es nicht verlassen, wenn auch das Leben hier nicht wirklich “einfach” ist, aber andererseits, wo ist es denn wirklich einfach? Es gibt hier (auf der Insel, ich kann nicht für überall sprechen) großartige Vorteile: die Natur, das Meer, der Blick, die Luft, die Menschen, die man langsam alle kennt und die einem mit Wärme begegnen, wenig oder keine Kriminalität - ich fühle mich hier sicher, ich kann ohne Angst leben. Ohne Angst, dass meinem Kind etwas angetan wird, ich kann den Schlüssel in meiner Tür stecken lassen, auch über Nacht, ohne Gefahr zu laufen, ge- oder beklaut zu werden, und ich brauche mein Auto auch nie abzuschließen; mir ist noch nie etwas daraus weggekommen… ich kann auch mal eine Tasche stehen lassen und sie ziemlich sicher wiederbekommen.
Dann gibt es wieder die kleinen alltäglichen Ärgernisse, hier steckt man sehr viel Energie in Dinge, die eigentlich viel einfacher sein könnten, wenn der gemeine Grieche etwas organisierter (und, um mal gemein zu sein: zivilisierter) wäre. Das Geld geht schnell raus, aber kommt schwer wieder rein…
Und dann, - kennt das jemand? -, wenn man länger schon in verschiedenen Orten gelebt hat, dann ist man eigentlich nirgendwo mehr richtig zuhause. Man sieht überall die Vor- und die Nachteile und weiß, was wo schlechter und was besser wäre… manchmal habe ich so Heimweh-Flashes, wie ich sie nenne, dann sehe ich etwas im deutschen Fernsehen zum Beispiel und bekomme plötzlich so eine Sehnsucht…
Nachdenkliche Grüße für heute…
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